CoQ10 und die Eizellenqualität 2017-10-17T05:53:32+00:00

 

Coenzym Q 10 verbessert die Eizellenqualität

Coenzym Q 10 ist wichtig für den Energiestatus der Eizellen (Foto mit freundlicher Genehmigung von Sujin Jetkasettakorn bei FreeDigitalFotos.net)

CoQ10 und die Eizellenqualität

CoQ10 (auch: Coenzym Q10) ist ein weiterer wichtiger Baustein unserer Zellen.

Leider verliert unser Körper im Laufe der Jahre auch mehr und mehr seine Coenzym Q10-Reserven. Wer seine Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern möchte, sollte darum auch über die Einnahme von extra Q10 nachdenken (ein geeignetes Präparat finden Sie hier).

Zahlreiche Webseiten erklären die Bedeutung dieses Enzyms für nahezu alle energetischen Stoffwechselprozesse in unserem Körper. Im folgenden werde ich mich daher ganz auf Bedeutung von CoQ10 für die Eizellenqualität und weibliche Fruchtbarkeit konzentrieren.

Stellen wir uns vor, die Eizelle wäre ein kleiner Wasserballon. Was da drinnen herumschwimmt und so aussieht wie eine Handvoll Reiskörner, sind die Mitochondrien.

In gesunden Mitochondrien ist Coenzym Q10 Teil des Systems, das ATP produziert (ATPs sind Energie-Moleküle, ohne die die Eizellen und Zellen generell nicht lebensfähig wären).

Einfach gesagt: schlechte, kaputte oder wenige Mitochondrien bedeuten müde, träge, ausgebrannte Eizellen. Eizellen die keine Babys mehr bilden können.

 

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Was sind sie Ihnen wert? (Foto mit freundlicher Genehmigung von digitalart bei FreeDigitalFotos.net)

Warum Mitochondrien noch für die Eizelle wichtig sind

Das Problem ist der Alterungsprozess, dem unsere Körper unterliegen. Er macht auch vor den Mitochondrien nicht Halt.

Zellalterung bedeutet, dass unsere Körper Giftstoffe anreichern, Mutationen sich häufen und verschiedene Schäden an den Zellen auftreten. Das gilt genauso für die Mitochondrien – eine Frau über 40 verfügt nur noch über zwei Drittel intakte Mitochondrien, während der Rest bereits deutliche Mängel bei der Energieproduktion aufweist.

Sie sind damit nicht mehr in der Lage, die energieintensiven Prozesse im Inneren der reifenden Zelle zu unterstützen. Über die Jahrzehnte sammeln sie Mutationen an. Dadurch kann bis zu einem Drittel der Informationen ihres Genoms fehlen, die sogenannte “übliche 4470 Deletion”. Das macht sie weniger leistungsfähig, die Qualität der Eizellen ist also vermindert.

Was kann man dagegen tun? Man kann seinen Eizellen helfen, indem man die fehlenden Komponenten selbst zuführt. Die übriggebliebenen Eizellen bekommen damit bessere Chancen auf eine Ovulation und Befruchtung und können das Heranwachsen des Embryos in seinem frühesten Entwicklungsstadium besser unterstützen. Du bist sozusagen der personal Trainer deiner Eizellen und hilfst ihnen länger fit zu bleiben.

 

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Warum sind die Mitochondrien für den Embryo wichtig?

Weil sowohl die Befruchtung der Eizelle als auch Energieversorgung des Embryos vollständig auf die Mitochondrien der Mutter angewiesen sind. Der Vater trägt dazu nichts bei, da er außer seiner nackten DNA nichts beiträgt. Harte Zeiten für einen jungen Embryo, nicht wahr?

Umso härter muss der Körper der Mutter zu diesem frühen Zeitpunkt der embryonalen Entwicklung arbeiten. Zwar steigt jetzt die Anzahl ihrer Mitochondrien um ein Vielfaches. Aber angenommen, sie verfügt zu diesem Zeitpunkt aufgrund ihres Alters ohnehin nur noch über eine geringe Anzahl voll leistungsfähiger Mitochondrien, was dann? Und gerade diese frühe Phase der embryonalen Zellteilung ist besonders energieintensiv. Treten hier Probleme auf, steigt leider auch die Gefahr, den Embryo zu verlieren.

 

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Eizellenqualität verbessern (Foto mit freundlicher Genehmigung von zirconicusso bei FreeDigitalPhotos.net)

Warum sind die Mitochondrien auch für die Umwelt der Eizelle wichtig?

Die Erforschung der weiblichen Fruchtbarkeit hat sich in letzter Zeit deutlich gewandelt. Damit hat sich für dieses Fach eine ganz neue Perspektive aufgetan.

Während die Forschung den Anfang der embryonalen Entwicklung früher als etwas eher Mechanistisches betrachtet hat, stehen heute dessen energetischen Vorgänge im Zentrum der Aufmerksamkeit. Woran liegt das?

Bis vor kurzem betrachtete die Forschung eine weibliche Eizelle als eine Art Küchenwecker. Sie war etwa auf das Alter von 40 Jahren eingestellt, danach war ihre Zeit abgelaufen und sie wurde nutzlos.

Abgesehen davon, dass ein solches Verständnis der Eizellen schon psychisch eine große Belastung sein kann, stimmt es auch einfach nicht. Aber erst die letzten zehn Jahre intensiver Forschung auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin haben es möglich gemacht, dass wir uns heute ein viel realistischeres Bild über die Eizellen machen können.

Entscheidend ist, dass es gar nicht so sehr allein auf die Eizellen ankommt.Es ist eher so, dass im Laufe der Zeit die Umwelt der Eizelle genauso wie ihr Inneres ein wenig „müde“ und ausgebrannt werden.

Das ist die große Herausforderung. Auch die Mitochondrien in der Umgebung der Eizelle (also im Uterus, den Eierstöcken und Eileitern) scheinen dann nicht mehr genug Energie für die Reifung des jungen Embryos beisteuern zu können. Zum Glück kann man dagegen etwas tun, indem man nämlich die fehlenden Stoffe über einen Zeitraum von mehreren Monaten ergänzt. Damit ist es möglich, die Aussichten auf eine Schwangerschaft zumindest bei manchen Frauen zu verbessern. Aber welche Präparate sind empfehlenswert und wo finden Sie diese? Beachten Sie nur, dass es verschiedene Bezeichnungen für Coenzym Q10 gibt. Dabei ist Ubiquinol etwas wirkungsvoller und hat eine bessere Bioverfügbarkeit als das herkömmlich verwendete Ubiquinon (Coenzym Q10). Ein Präparat mit guter Bioverfügbarkeit finden Sie z.B. hier auf Amazon.

CoQ10 frau

Foto mit freundlicher Genehmigung von Stuart Miles bei FreeDigitalPhotos.net

Ende 2009 startete das Toronto Center for Advanced Reproductive Technology eine wichtige klinische Studie.

Getestet wurde dabei der Effekt einer zusätzlichen Einnahme von Coenzym Q10 und weiteren Stoffen zur Fertilitätssteigerung. Die Testpersonen waren Frauen im Alter von 35 bis 43 Jahren. Leider scheiterte die Studie. Das lag daran, dass man für eine gute Studie immer auch eine gute Kontrollgruppe braucht.

In diesem Fall hieß das: Zusätzlich zu den Frauen, die Coenzym Q10 verabreicht bekamen, sollte eine weitere Zahl von Teilnehmerinnen (eben diese Kontrollgruppe) über einen Zeitraum von mehreren Monaten nur eine Placebo-Pille einnehmen. Dafür fanden sich aber verständlicherweise (welche Frau in diesem Alter ist schon bereit, so viel Zeit auf dem Weg zur ersehnten Schwangerschaft zu verlieren?) kaum geeignete Frauen. Dennoch zeigt diese Studie, dass die Wissenschaft auch hier bei der Verbesserung der Qualität von Eizellen Fortschritte macht.

Das ist eine gute Nachricht nicht nur für die Frauen im allgemeinen, sondern speziell für Frauen im fortgeschrittenen Alter mit einer abnehmenden Zahl an Eizellen (Bentov Y. et al., 2010).

Im übrigen kann man davon ausgehen, dass auch andere Stoffe außer Coenzym Q10 das Leistungsvermögen der ovarialen Mitochondrien und damit die Eizellenqualität verbessern können. Dazu zählen etwa Alpha Lipocic-Säure, Acetyl L-Carnitine und verschiedene andere pflanzliche Antioxidantien. Die Forschung hierzu steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, aber sobald es hier etwas Neues gibt, lass ich es euch natürlich wissen.

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Referenzen:

  1. Bentov Y, Esfandiari N, Burstein E, Casper RF. The use of mitochondrial nutrients to improve the outcome of infertility treatment in older patients. Fertil Steril. 2010 Jan;93(1):272-5.
  2. Bentov Y, Yavorska T, Esfandiari N, Jurisicova A, Casper RF. The contribution of mitochondrial function to reproductive aging. J Assist Reprod Genet. 2011 Sep;28(9):773-83.
  3. Liu M, Yin Y, Ye X, Zeng M, Zhao Q, Keefe DL, Liu L. Resveratrol protects against age-associated infertility in mice. Hum Reprod. 2013 Mar;28(3):707-17.
  4. Liu S, Li Y, Gao X, Yan JH, Chen ZJ. Changes in the distribution of mitochondria before and after in vitro maturation of human oocytes and the effect of in vitro maturation on mitochondria distribution. Fertil Steril. 2010 Mar 15;93(5):1550-5.
  5. May-Panloup P, Chrétien MF, Jacques C, Vasseur C, Malthièry Y, Reynier P. Low oocyte mitochondrial DNA content in ovarian insufficiency. Hum Reprod. 2005 Mar;20(3):593-7.
  6. Santos TA, El Shourbagy S, St John JC. Mitochondrial content reflects oocyte variability and fertilization outcome. Fertil Steril. 2006 Mar;85(3):584-91.
  7. Seifer DB, DeJesus V, Hubbard K. Mitochondrial deletions in luteinized granulosa cells as a function of age in women undergoing in vitro fertilization. Fertil Steril. 2002 Nov;78(5):1046-8.