Kinderwunsch und Eizellen aus der Perspektive einer Biologin


 

Mich wundert es manchmal, dass ausgerechnet ich diesen Blog gegründet habe. Nichts, wirklich nichts in meinem Leben deutete vor wenigen Jahren darauf hin, dass ich den eine der größten Kinderwunsch-Webseiten im deutschsprachigen Internetraum führen würde.

Beruflich bin ich Naturwissenschaftlerin; genauer gesagt Molekularbiologin. Über zehn Jahre forschte ich im Labor: am Max Planck Institut für Psychiatrie, an der Uniklinik Frankfurt und an der FU Berlin, am Institut für Biochemie (Fortsetzung folgt weiter unten).

Die Artikel sind chronologisch zusammengestellt beginnend mit dem aktuellsten Text unterhalb von meinem Foto. Willkommen auf Paleo-Mama!
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Weiter über mich…

Ich mochte mein Leben im Labor (Forschung ist ja keine Arbeit sondern viel mehr eine Art, wie man lebt). Wahrscheinlich wäre ich dort auch geblieben und hätte mich noch mehr mit Experimenten, Anträgen oder mit Studenten herumgeschlagen, wären meine Kinder nicht dazwischengekommen.

Als ich mit 35 Jahren zum ersten Mal auf die Idee kam, mit meinem Mann eine Familie zu gründen, durfte ich bald lernen, dass der Weg dorthin nicht unbedingt geradlinig und unkompliziert verläuft.

Darüber habe ich ausführlich in meinem E-Book geschrieben, das seit mehreren Jahren sowohl im deutschen als auch auf US-Amazon an erster Stelle steht, oft in zwei Kategorien gleichzeitig.

 

Meine Kinderwunschreise und was danach kam


 

Während meiner eigenen Kinderwunschreise wurde ich auf schmerzhafte Weise daran erinnert, dass Kinder logischerweise aus befruchteten Eizellen entstehen. Und dass die Eizellen ab einem gewissen Alter keine Selbstverständlichkeit mehr sind.

Theoretisch war das nichts Neues für mich – Zellbiologie war schließlich mein Beruf. Ironischerweise arbeitete ich sogar oft mit adulten Stammzellen (Eizellen sind die “ultimativen” Stammzellen, aus denen alle anderen Zelltypen entstehen).

Ich finde, dass es eine himmelschreiende Ungerechtigkeit ist, dass bei Frauen die Eizellen ausgerechnet dann verschwinden, wenn sie soweit sind, endlich mit ihnen etwas anzufangen; wenn sie im Leben angekommen und bereit sind, aus ihren Eizellen endlich mal Babies wachsen zu lassen.

Noch mehr ärgert mich die Tatsache, dass sogar kluge, gebildete, großartige Frauen mit Mitte dreißig oft ahnungslos sind, was ihre eigenen Eizellen betrifft.

Eine meiner besten Freundinnen sagte mir einmal, sie fühle sich in ihrer Würde verletzt und einer Henne ähnlich bei dem Gedanken, sie hätte irgendwelche “Eier”, die noch befruchtet werden sollten.

Vielen Frauen geht es so.

Wir können Unternehmen führen, Dissertationen schreiben, Fremdsprachen sprechen, aber wissen nicht, mit wie vielen Eizellen wir auf die Welt kommen, wo sich diese befinden, was ihnen gut tut oder wie viele davon noch übrig sind.

Damit wollte ich mich nicht abfinden.

Ich entschloss mich, einen Blog zu schreiben, in dem Frauen alles, wirklich alles über Eizellen lernen können.

Und nichts konnte mich davon abbringen, nicht mal die Tatsache, dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist und dass ich sonst vom Bloggen nicht viel halte und nicht mal auf Social Media aktiv bin.

Durch meine naturwissenschaftliche Prägung kam ich außerdem zu der Überzeugung, dass wichtige Informationen  auch noch in englischer Sprache gesagt werden sollen. Deshalb laufen viele Paleo-Mama Texte auch auf Englisch. Schauen Sie doch einmal hier nach.

 

Am Anfang war das Wort


 

Wie besessen habe ich während meiner eigenen Kinderwunschzeit zu allen Themen rund um die Eizellen recherchiert: Wie ticken die Eizellen; wie könnten wir leben, lieben und uns ernähren, um ihre Qualität besser zu unterstützen?

Ich redete mit Wissenschaftlern und Ärzten, suchte selbst alle Studien, die eine gute Qualität haben, aber noch darauf warteten, ihren Weg aus dem Labor in die tägliche Praxis zu finden. Ich habe mich an die Arbeit gemacht, alles, wirklich alles wichtige über Eizellen festzuhalten.

Alles, was die Forschung kann, aber die klinische Praxis noch nicht hergibt, weil es ja immer dauert, bis die wissenschaftlichen Erkenntnisse ihren Weg in unseren Alltag finden.

Alles, worüber die Ärzte schweigen, Frauen aber gern wissen möchten.

Alles, was unsere Mütter und Großmütter uns lieber hätten sagen sollen.

Bis jetzt sind aus dem Paleo-Mama mehrere hundert Artikel, ein E-Book und eine Beratungstätigkeit entstanden.

Ich bin gespannt darauf, was die Zukunft noch bringt.

 

Wer hilft noch auf diesem Blog?


 

Maya  ist Chemikerin und alleinerziehende Mutter einer 7-jährigen Tochter. Maya ist aktiv im Backend der Seite und kennt sich mit WordPress aus. Außerdem recherchiert sie in medizinischen Datenbanken und versorgt mich mit Links zu den wissenschaftlichen Studien. Sie kritisiert meine Arbeit viel und gern, was dem Blog letztendlich zugute kommt.

Anne ist eine Familienfreundin und oft denke ich mit Dankbarkeit an den Tag, an dem sich unsere Lebenswege gekreuzt haben. Annes Deutsch ist so wunderbar wie bei niemandem sonst, den ich kenne. Wenn sie spricht oder liest denkt man: Ist das eine schöne Sprache!

Anne kennt mich sehr gut und ist so etwas wie eine Ersatzoma für meine Kinder. Sie hat mich in allen Phasen und Stimmungen schon erlebt und weiß oft besser als ich, was ich sagen wollte. Es ist also ein großes Glück, dass ausgerechtet sie die Grammatik in meinen Texten korrigiert.

Falls Sie aber doch kleinere Fehler finden, liegt es nicht an Anne. Manchmal überlege ich mir in letzter Sekunde, doch noch etwas zu ergänzen. Später merke ich selbst, dass der Satz nicht richtig sitzt oder dass ein Gedanke nicht zu Ende ausgeführt wurde. Ich möchte daran aber nichts ändern. Weil dies ein Blog ist und kein Buch. Und ich möchte, dass er authentisch und lebendig bleibt, so wie das Thema, das er behandelt.

Außerdem hat eine Reihe von Freiberuflern, Webentwicklern und Grafikdesignern dazu beigetragen, Paleo-Mama auf die Beine zu stellen und über die Jahre wachsen zu lassen. Mein herzlicher Dank an Stefan, den HTML-Alleskönner, der im Hintergrund schaut, dass die Seite reibungslos funktioniert. (Update 2019: Und Daniela! Danke, Daniela!)

Die Geburt dieses Blogs war alles andere als einfach. Aber das Feedback, das ich von Ihnen täglich bekomme, ist wirklich unbezahlbar und war bzw. ist mir jede Mühe wert.

Danke für Ihre Komplimente, Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Bewertungen, die Sie mir geschickt haben.

Schön, dass Sie da sind!

Darja

 

Das sagen meine Leserinnen:


(Namen geändert)

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