Mythos regelmäßiger Zyklus: Welche Abweichungen sind noch normal?

Mythos regelmäßiger Zyklus: Welche Abweichungen sind noch normal?

Ich finde, wir leben in einer Gesellschaft, die eine feindselige Einstellung gegenüber dem Kinderwunsch der Frauen und dem weiblichen Zyklus hat.

Junge Frauen haben es heutzutage wirklich nicht leicht.

Sie gehen zur Schule und zwar sehr lang. Danach finden sie einen Job; manche machen sogar eine echte Karriere. Und obwohl sie alles richtig machen, stehen viele mit Mitte 30 bzw. Anfang 40 da und fragen sich: warum habe ich noch keine Kinder? Wo sind meine Eizellen hin? Warum hat niemand mir beigebracht, dass sie so schnell verschwinden?

Auch Paar-Beziehungen werden in unserer Gesellschaft ziemlich pathologisiert. Das Image der Ehe ist so schlecht, dass die Lust danach vielen vergangen ist. Die Hälfte der in deutschen Großstädten abgeschlossenen Ehen endet schon nach wenigen Jahren in einer Scheidung.

Für junge Frauen mit Kinderwunsch ist es zunehmend schwierig geworden, einen Mann fürs Leben zu finden; einen Mann, der die Verantwortung für die Familie übernehmen möchte. Vor kurzem habe ich in der SZ gelesen, wie ein bekannter Autor damit angibt, seine Partnerin nach der Geburt verlassen zu haben (Vier von fünf Beziehungen müssten sofort aufgelöst werden )?!

Auch Frauenzeitschriften verbreiten viel Unsinn und schreiben gern darüber, wie junge Frauen ihren Kinderwunsch aufschieben, weil sie angeblich Karriere machen wollen. Aber aus vielen Gesprächen mit Frauen aus eben dieser Gruppe merke ich: Frauen ohne Kinder, weil der richtige Partner fehlt.

Zyklus der Frau leicht erklärt

Das Leben der Frau wird in vielen Aspekten von ihrem Zyklus bestimmt.

Das ist nichts Neues, die Homo sapiens  Weibchen hatten ihren Zyklus schon immer.

In heutiger Zeit scheint der weibliche Körper, so wie alles andere, was im Entferntesten mit der Gebärmutter und Fortpflanzung zu tun hat, im Fokus der Pharmaindustrie zu stehen.

Der Zyklus wird sehr oft pathologisiert und ist nie in Ordnung. Entweder ist er zu lang oder zu kurz oder unregelmäßig. Bestenfalls empfindet die Frau ihren Zyklus als lästig und unangenehm.

Wenn Frauen über ihre Periode reden, hörtes sich immer nach einer Krankheit an und permanent sind wir im Gespräch mit den negativen Facetten beschäftigt.

Besonders die Zyklusmitte und die Zeit um den Eisprung herum scheint ein Geheimnis für viele Frauen zu sein. Ganz wenige Frauen haben Kontrolle über den eigenen Eisprung. Das ist schade, weil nur in dieser kurzen Zeit im Monat eine Frau schwanger werden kann. Wer seinen Eisprung beherrscht, beherrscht auch seinen Zyklus und kann sein Leben gut planen. Trotzdem schaffen es viele ohne teure Geräte, Sensoren und Temperaturmessung nicht, den Eisprung rechtzeitig zu erkennen.

Bei den Frauen, die Jahre (oder Jahrzehnte) mit der Pille verhütet haben, wundert das nicht.

Denn während der Einnahme der Pille gibt es eigentlich keinen Zyklus. Wussten Sie das schon?

Zyklus nach Absetzen der Pille

Eine Frau, die die Pille nimmt, hat keinen Eisprung.

Sie hat keinen Gelbkörper, der Progesteron freisetzt und damit auch keinen natürlichen Zyklus. Ihrem Körper wird vorgetäuscht, ständig schwanger zu sein bzw. sich permanent in der zweiten Zyklushälfte zu befinden.

Dieser Zustand wird gelegentlich unterbrochen, indem die Pille für wenige Tage abgesetzt wird, so dass die „Periode“ kommen kann. Eigentlich ist diese Art von Blutung keine echte, sondern eine Placebo-Periode.

Durch die Einnahme der Pille wird der Körper der Frau von ihrem natürlichen Zyklus abgekoppelt. Es ist also kein Wunder, dass sich der natürliche Zyklus fremd anfühlt, wenn die Frau ihm dann endlich irgendwannmal in der Kinderwunschzeit begegnet.

Dabei ist die Idee, dass der Körper pünktlich wie eine Uhr sein muss, einfach falsch!

Bis wann ist Zykluslänge normal?

Der Körper einer Frau ist keine Maschine. Alle einzelnen Etappen des Zyklus können sich verschieben – der Eisprung kann früher oder später stattfinden oder ganz ausbleiben.

Die zweite Zyklushälfte kann früher oder später enden.

Der Eisprung und der komplette Zyklus können 1-2 mal im Jahr auch ganz ausbleiben, einfach weil wir im Sommerurlaub sind, einem anderen Klima ausgesetzt sind, gerade im Stress sind, oder weil unser Gewicht plötzlich stark variiert.

Wenn Sie anämisch sind, kann Ihr Körper ebenso auf Sparprogramm schalten. Interessanterweise habe ich schon oft von Frauen gehört, dass ihr Zyklus während oder gleich nach einem Umzug ausgefallen ist, oder anders war als sonst – die Veränderung des Wohnortes scheint auch ein starkes Signal für unser Unterbewusstsein zu sein.


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Sind Sie Burnout gefährdet?

Bei Stress wird Cortisol vermehrt ausgeschüttet, was wiederum Einfluss darauf nimmt, wie viel Östrogen, LH, und Progesteron produziert wird, bzw. wie gut der Eisprung wird.

In Folge von chronischem Stress kann Zyklus unberechenbar werden. Vergessen Sie deshalb nicht, B-Vitamine nachzutanken! Also nicht nur das berühmte B9 (besser genannt als Folsäure), sondern auch andere B-Vitamine!

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Der weibliche Zyklus ist etwas ganz Wunderbares und mir tut es leid, dass ich selbst erst so spät gelernt habe, in der Menstruation auch etwas Positives zu sehen, und zur eigenen Fruchtbarkeit ein bejahendes Verhältnis zu haben.

Viele Frauen wissen gar nicht, wie sehr sich die erste Zyklushälfte von der zweiten unterscheidet, und wie gut sie die Weisheit des Körpers im Alltag einsetzen könnten!

Die Tage zwischen der Periode und dem Eisprung sind ein echtes Feuerwerk an stimulierenden Hormonen – man fühlt sich gesund, stark und handlungsfähig. In der zweiter Zyklushälfte dagegen ist der Progesteronspiegel erhöht – da ist mehr Ruhe und weniger Risikobereitschaft angesagt, und wenn sie sich überanstrengen, ist es leicht krank zu werden.

Und vielleicht die wichtigste Anpassung an den natürlichen Zyklus, die eine kluge Frau mit Kinderwunsch machen kann: keinen Streit mit dem Partnerin den Tagen vor dem Eisprung anzetteln!

Der weibliche Zyklus nämlich ist mit seinen plus/minus 28 Tagen relativ lang. Der Eisprung dagegen ist mit seinen 12-24 Stunden ganz kurz! Es ist also einfach unverantwortlich und dumm, wegen eines blöden Streites die einzige fruchtbare Zeit im Monat zu verpassen, nicht wahr?

Wenn Sie mich fragen, so sollten Frauen mit Kinderwunsch alle komplizierten Beziehungsgespräche unbedingt auf die zweite Zyklushälfte verschieben! Romantische Begegnungen am Zyklusanfang, wenn ihr Körper voller Östrogene ist, Gespräche und Analysen erst nach dem Eisprung!

War das jetzt ein guter Ratschlag, oder nicht?

By | 2018-09-12T11:20:38+00:00 September 12th, 2018|

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