vorzeitige menopause

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Eine mysteriöse Sache, die vorzeitige Menopause. Viele denken, die Menopause startet erst wenn die monatlichen Blutungen aufhören. Stimmt aber nicht. Menopause startet oft schon zehn bis dreizehn Jahre früher, wenn der Vorrat an Eizellen, mit dem eine Frau geboren wird, beginnt zu schwinden.

Der Eintritt der Menopause bedeutet, dass nach Jahrzehnten der Gebärfähigkeit, der Körper auf das hormonelle Niveau der Kinderzeit zurückfällt. Trotz diesem hormonellen Beben ist die Menopause keine Erkrankung, sondern ein Teil des natürlichen Alterungsprozesses. Viele Substanzen ab Mitte 30 werden einfach nicht mehr in so großen Mengen gebildet wie in der Jugend, darunter DHEA, das CoQ10, und Vitamin D3.

Aber was sind vorzeitige Wechseljahre? Stimmt das, dass manche Frauen schon mit Mitte 30 wegen Menopause keine Kinder mehr bekommen können? Das es Frauen gibt, die schon mit Mitte 20 in die Wechseljahre kommen? Leider ja.

Die Wechseljahre setzen bei einer Frau schleichend ein. Lediglich die Menopause, also die letzte Monatsblutung, lässt sich nur rückwirkend bestimmen. Nach der letzten Monatsblutung geben die Eierstöcke gar keine Eizellen mehr ab.

Deutsche Frauen haben im Durchschnitt mit 52 Jahren ihre letzte Monatsblutung. Es gibt allerdings Frauen, deren Wechseljahre bereits vor dem 30. Lebensjahr beginnen. Von diesem vorzeitigen Eintritt in die Wechseljahre sind etwa 5 von 100 Frauen betroffen.

 

vorzeitige wechseljahre

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Was tun  bei Verdacht auf vorzeitigen Wechseljahren?

Bei längerem Ausbleiben der Regel oder anderen unklaren Beschwerden sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, der umfassende Hormonuntersuchungen veranlassen kann. Warum Hormonuntersuchungen? Weil Sie im Falle einer vorzeitigen Menopause eine medizinische Behandlung brauchen. Die Behandlung ist bei jungen Frauen ganz besonders wichtig, da die vorzeitige Menopause zum Knochenabbau führt und damit zu einem hohen Risiko für eine Osteoporose.

Aber zuerst sollte auch untersucht werden, ob die Wechseljahre bereits eingetreten sind. Hierzu lässt man die Werte von drei wichtigen Hormonen bestimmen: das follikelstimulierende Hormon (FSH), das Anti-Müller-Hormon (AMH) sowie das Östradiol.

Diese drei Hormone geben einen Aufschluss darüber, ob die Wechseljahre bereits eingetreten sind.  Im Falle einer vorzeitigen Menopause ist die Konzentration des Hormons FSH erhöht, und der Östrogenanteil und das AMH erniedrigt. Auch der LH-Spiegel steigt während der Wechseljahre auf das 4-5 fache an.

Also ich spreche von Hormonwerten, die etwa so aussehen: FSH > 20 mU/l, Östradiol < 20 pg/ml, LH > 15 mU/l, AMH – nicht mehr nachweisbar. Zur Sicherheit sollte eine Hormonuntersuchung mehrmals durchgeführt werden; ich persönlich würde erst nach einer dreimalige Kontrolle unter gleichbleibenden Bedingungen an die endgültige Menopause glauben.

 

Hormonwerte in den Wechseljahren sehen so aus: FSH > 20 mU/l, Östradiol < 20 pg/ml, LH > 15 mU/l, AMH – nicht mehr nachweisbar.
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Es gibt auch Hormontests, die man in der Apotheke kaufen kann. Sie messen zum Beispiel, ob es eine erhöhte Konzentration des FSH im Blut gibt. Allerdings sollte ein derartiger Test ebenfalls mehrfach wiederholt werden und denken Sie auch daran, dass einzelne Werte meistens nicht aussagekräftig sind. Wenn Sie verlässliche Aussage haben wollen, ob Ihre Eierstöcke noch Eizellen enthalten, gehen sie einmal zum Arzt.

Zusammengefasst: wer mit Mitte oder Ende 30 in die Wechseljahre kommt, sollte eine Hormonersatztherapie ins Auge fassen, um Osteoporose vorzubeugen. Denn wenn nach der Menopause die Produktion von Östrogenen zurückgeht, erhöht sich das Risiko für einen möglichen Knochenschwund. Betroffene Frauen sollten mit dem Arzt genau die Art und Dauer einer möglichen Hormonersatztherapie besprechen, da auch gewisse Risiken bei der Einnahme dieser Hormone bestehen. Sinnvoll ist die Einnahme derartiger Hormone bis zum dem Alter, an dem normalerweise die Wechseljahre einsetzen (mit ungefähr 50 Jahren).

 

menopause zu früh

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Warum vorzeitige Menopause keine schockierende Diagnose sondern ein Fakt des Lebens ist

Mit Mitte 30 kein Kind mehr bekommen können?

Diese “Diagnose” ist ein Schock für viele betroffene Frauen.

Zugegeben – bei unklaren Befindlichkeitsstörungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen denkt eine Frau mit Mitte oder Ende 30 sicher erst einmal nicht an die Wechseljahre. Viele schieben ihr körperliches Unwohlsein und ihre Zyklusschwankungen auf den Stress, dem sie ausgesetzt sind, und auch beim Ausbleiben der monatlichen Blutung denkt man in diesem Alter nicht sofort daran, dass es die Wechseljahre sein könnten.

Aber ist die vorzeitige Menopause wirklich eine Diagnose? Im evolutionsbiologischen Sinne, ganz sicher nicht. Warum? Weil die Körper der Frauen auch nicht angepasst sind, erst mit Mitte 30 zum ersten Mal schwanger zu werden, sondern früher. Viel früher sogar.

Trotzdem ist die vorzeitige Menopause oft tragisch, weil Frauen heutzutage ihre Kinder immer später bekommen. Oft haben sie einen anspruchsvollen Beruf und wollen sich, z.B. nach Abschluss des Studiums, erst einmal beruflich etablieren. Der Wunsch nach Kindern wird auf später verschoben. Setzt bei diesen Frauen nun eine vorzeitige Menopause ein, so müssen sie erfahren, dass sie sich ihren Kinderwunsch niemals mehr erfüllen können. Denn wenn einmal die Eierstöcke ihre Produktion eingestellt haben, lässt sich dieser Vorgang nicht mehr rückgängig machen.

Die Gründe für ein vorzeitiges Klimakterium sind meist nicht feststellbar. Nur in seltenen Fällen kann man immunologische Veränderungen feststellen oder auch einen Gendefekt. In diesem Fall sollten auch die Töchter untersucht werden.

Es kann auch vorher nicht abgeklärt werden, ob eine Frau eventuell früher in die Wechseljahre kommen wird. Man kann allerdings mit einer Kombination aus Hormonwerten und Ultraschall vorhersagen, wie groß der Eizellenreserve der Frau noch ist und wie es um ihre Fruchtbarkeit steht. So etwas kann schon bei jungen Frauen gemacht werden. Daraus lässt sich zwar nicht die ganz genaue Dauer der fruchtbaren Phase ableiten. Allerdings kann man einer Frau mit geringer Eizellenreserve raten, möglichst rasch ein Kind zu bekommen. In vielen Fällen besteht auch die Möglichkeit, Eizellen einfrieren zu lassen für eine eventuelle spätere Verwendung.

In jedem Fall sollten Frauen unter 40 Jahren ihren Arzt aufsuchen, wenn sich typische Beschwerden zeigen, die charakteristisch für eine Menopause sind: Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, heftige PMS, oder auch extreme Stimmungsschwankungen. Auch bein Ausbleiben der Monatsblutung über einen längeren Zeitraum sollte ärztlicher Rat gesucht werden.

 

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