eizellen einfrieren kostenEs haben sich mittlerweile unzählige Experten gemeldet, um zum Thema Einfrieren von Eizellen etwas zu sagen und alle pro und contra punkte aufzuzählen.

Wenn ich meine Google Alerts und neue Artikel morgens lese, denke ich manchmal, dass Menschen ohne Eizellen (also Männer) und Vertreter solcher Berufe, die von der Zellbiologie ganz weit entfernt sind, am stärksten das Bedürfnis haben, sich zum Thema zu äußern.

Aber was bedeutet das Social Freezing konkret (übrigens, der Begriff wird nur in deutscher Sprache benutzt), wie wird es gemacht, für wen ist es sinnvoll? Und was soll das Ganze kosten?

Ist Eizellen einfrieren wirklich nur für Frauen, die keinen Partner haben? Oder eher für Frauen, die Beziehungen eingehen, aber eine Sicherheit brauchen für die Zeit, in der sie sich für die Kinder entscheiden, aber sie aus irgendeinem Grund nicht mehr bekommen können?

Ist Social Freezing etwas für Karriereorientierte, wie es die Zeitschriften oft suggerieren? Ich habe eine bessere Frage: warum muss man in unserer Gesellschaft Ärztinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Start-up Gründerinnen unbedingt so nennen? Warum ermöglicht man ihnen nicht, Kinder einfacher planen zu können, genauso wie die Frauen, die einige Jahre weniger in ihre Bildung investiert haben?

Könnte es sein, dass das Einfrieren von Eizellen auch ein bisschen ein Geschäft mit der Angst ist? Angst ist ja berechtigt – die Eizellen verschwinden irgendwann bei ausnahmslos jeder Frau. Das Geschäft ist es auch, in den USA spricht man schon von einer boomenden Industrie. Und seit wann sind die Trends, die aus den USA kommen, für uns nicht wichtig?

social freezing in welchem alterJedenfalls wird es so gemacht:

Nach Beratung und Hormontherapie in einem der Kinderwunschzentren werden die Eizellen entnommen und eingefroren. Danach werden sie entweder in der Praxis gelagert, oder nach Rostock geschickt, wo eine bekannte Firma (sie heißt Seracell und hat schon reichlich Erfahrungen aufgebaut in Sachen Kryopräservierung) eine Zell-Bank aufgebaut hat, wo Eizellen jahrelang unter stabilen Bedingungen auf -196 Grad ruhen dürfen.

Die Kosten betragen etwa 2.500 Euro für Behandlung und Lagerung im ersten Jahr, für jedes weitere Jahr kommt noch 290 Euro dazu. Aber wie viele solche “Komplettpakete” braucht eine Frau, um genug Eizellen zu gewinnen?

Schon wäre es, wenn man wüsste, dass aus so gewonnenen und eingefrorenen Zellen wirklich Babys entstehen können. Leider ist es Tatsache, dass weltweit kaum zwei Tausend Babys von eingefrorenen Eizellen geboren wurden.

Echt so wenige? Sie dachten, es müssten ein paar mehr sein? Die Babies, an die Sie denken, kommen aus kryopreservierten Embryonen, sogenannten befruchteten Eizellen. Was ist der Unterschied?

Bei schon befruchteten Eizellen ist die DNA der Samenzelle schon mit drin, also beide genetischen Teile wurden schon vermischt, was das Gesamtergebnis (das Embryo, in Deutschland noch elegant “befruchtete Eizelle” genannt) viel robuster macht.

Also hat eine “befruchtete Eizelle” viel bessere Chancen, eines Tages wirklich in der Gebärmutter eingesetzt und zu einem gesunden Baby zu werden. Deshalb sollten Frauen über 35 das Einfrieren der Eizellen am besten komplett vergessen und es den jüngeren Frauen überlassen (also 25- bis höchstens 30-Jährigen).

eizellen einfrieren frau über 35Frauen über 35, die ihren Kinderwunsch auf Eis schieben wollen, sollten sich einfach Gedanken machen, mit welchem Sperma ihre Eizellen vermischt werden können. Haben Sie einen festen Freund, aber sind noch nicht bereit, Kinder mit ihm zu bekommen? Also dann sollten Sie und ihr Freund ein Paar schöne, gesunde, Embryonen in der Kinderwunschklinik entstehen lassen (“befruchtete Eizellen” – so nennt man sie, um das strenge Embryonenschutzgesetz in Deutschland zu umgehen, und friert sie innerhalb von 24h ein, weil sie danach nur noch “Embryonen” genannt werden) und diese im Eis lagern, für eine gemeinsame schöne Familienzeit in der Zukunft.

Zusammengefasst: Frauen über 35, die keinen Partner haben, machen aus meiner Sicht einen besseren Deal, wenn sie ebenso Embryonen und nicht die Eizellen einfrieren lassen. Klar, hier werden einige Frauen über Donorsperma oder andere Lösungen nachdenken müssen; trotzdem ist für sie besser Embryonen einfrieren zu lassen.

Vereinfacht gesagt: wenn Sie über 35 sind und schwanger werden möchten, stehen Sie mit fünf eingefrorenen Embryonen besser da als mit zehn unbefruchteten Eizellen. Aus dem einfachen Grund, dass Embryone schon beide Elternteile in sich vereinen und gleich nach dem Auftauen aus dem Eis sich in die Gebärmutter eingesetzt werden können.

Dagegen müssen die unbefruchteten Eizellen zuerst die Strapazen des Auftauens überleben (sie sind sehr groß und die Effekte sind ähnlich zu dem, wenn Sie Erdbeeren oder Himbeeren auftauen).

In diesem Zustand müssen die Eizellen dann eine Befruchtung im Labor über sich ergehen lassen, und erst wenn nach alldem ein gesunder, lebensfähiger Embryo entsteht, wird er in die Gebärmutter eingesetzt. Hoffentlich verstehen Sie jetzt besser, warum Embryonen und keine Eizelleneinzufrieren, eine viel vernünftigere Lösung für Frauen über 35 ist.

Im Vergleich zu früher setzen Frauen ihren Kinderwunsch heute später um. Doch die biologische Uhr tickt und mit 30 Jahren haben Frauen noch knapp unter 10 Prozent der Eizellen, deren Qualität immer weiter abnimmt. Selbstverständlich lässt so eine Information keine Frau kalt; niemand möchte den Zug verpassen, niemand möchte sich aus Unwissenheit die Chancen entgehen lassen. Die Reproduktionsmedizin passt sich dem gesellschaftlichen Wandel an, vor wenigen Tagen habe ich gelesen, wie sich immer mehr Frauen in China über das Einfrieren von Eizellen informieren.

Also, liebe Leserinnen über 35: trotz massiver Werbung für das Einfrieren der Eizellen, sollten Sie in diesem Alter Ihre Eizellen schlauer einsetzen, als sie langweilig, unbefruchtet (und teuer) aufs Eis zu legen. Überlegen Sie sich doch eine bessere Alternative.

 

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