biologische uhr tickt, schneller schwanger werden

Biologische Uhr der Frau

Vor nicht so langer Zeit fuhr ich gemeinsam mit einigen Freundinnen mit einem Auto durch die wunderschöne Landschaft Südfrankreichs.

Fast alle waren wir Singlefrauen über 30, mit akademischen Ausbildungen und am Anfang unserer tollen Karrieren.

Für unsere Jobs nahmen wir klaglos häufige Wohnortwechsel von einem Land zum nächsten in Kauf, hattne dabei immer diesen vagen Plan von einer Familie mit Mann und Kindern; Mutter werden irgendwann, irgendwo, wenn es sich „karrieremäßig“ eben einrichten ließe.

Ich war die einzige die einen Hintergrund in der zellbiologischen Forschung hatte. Kein Wunder also, dass jede Menge Fragen auf mich einprasselten:

Was ist biologische Uhr der Frau? Woran liegt das eigentlich, dass es für Frauen über 40 oft so schwierig ist, schwanger zu werden? Wie lange dauert das im Durschnitt, um schwanger zu werden? Kann die Wissenschaft da nicht mal was machen? Gibt’s da vielleicht in zehn Jahren irgendein Mittel dagegen?

Meine Freundinnen (und ich schließe mich da ausdrücklich nicht aus) sind so sehr an die Erfolge der modernen Medizin gewöhnt, dass sie sich einfach nicht vorstellen können, es gäbe biologische Fakten, die wir Menschen nicht ändern können.

Ihre Fragen machten mir zunächst bewusst, dass sie vom Thema Eizellen eigentlich ziemlich wenig Ahnung hatten.

Eizellenqualität verbessern. EIzellenreserve sinkt ab mit Alter.

Kennen Sie Ihre Eizellenreserve? Foto mit freundlicher Genehmigung von sommai bei FreeDigitalPhotos.net

So war ihnen nicht bewusst, dass ein weiblicher Mensch von Geburt an bereits über alle seine Eizellen verfügt.

Im Laufe des Lebens werden die Eizellen weniger, es kommen keine dazu und es wachsen auch später keine mehr nach. Dieser Pool an Eizellen wird vom Körper zum Zeitpunkt der ersten Regelblutung aktiviert und beginnt schon ab diesem Moment sich zu verringern. Dieser Prozess hält ca. 20 bis 30 Jahre lang an (während dieser Zeit ist eine Frau fruchtbar), danach sind alle Eizellen aufgebraucht.

Der Kommentar einer Freundin dazu: Mir war das nie wirklich bewusst, und jetzt wo ich es weiß, finde ich es irgendwie unwürdig, dass wir Frauen zur Fortpflanzung immer noch Eier brauchen (was ich verstehen kann).

Bei Männern ist das natürlich ganz anders, deren Spermienvorrat erneuert sich alle paar Monate vollständig. Das geht bis ins hohe Alter.

Ich habe an diesem Sommertag in Südfrankreich viel über die Wissenslücken meiner Freundinnen gelernt.

Aber wie sollte ich ihnen erklären, was sie über die Alterung und Qualität ihrer Eizellen und Eierstöcke wissen sollten? Was ist die Bedeutung des Levels von DHEA in ihren Körpern? Oder die Folgen der Mutationen von Mitochondrien? Warum hilft CoQ10? Das biologische Uhr der Frau nicht gleich die chronologische ist? Wäre es möglich, dass sie ihren Vorrat restlicher Eizellen irgendwie auffrischen könnten? Warum kann man Sperma problemlos einfrieren und auftauen, Eizellen dagegen nicht?

So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte meinen Freundinnen manche enttäuschende Auskunft nicht ersparen. Und trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, dass die eine oder andere insgeheim doch davon überzeugt blieb, die Wissenschaft werde diese Probleme bald noch in den Griff bekommen. Wir Frauen würden dann jederzeit schwanger werden können, auf Wunsch unsere Fruchtbarkeit steigern können und unser Gespräch im Auto in Südfrankreich gehörte der Vergangenheit an.

 

Die biologische Uhr fängt an zu ticken: Teenagerjahre

Eizelllenreserve, Eizellenqualität verbessern, schwanger werden über 35

Biologische Uhr tickt. Foto mit freundlicher Genehmigung von stockimages bei FreeDigitalPhotos.net

Was unseren modernen Lebensstil am deutlichsten von dem Lebensstil der Menschen aus der Steinzeit unterscheidet, ist der Überfluss an Lebensmitteln. Ernährungswissenschaftlich gesprochen: Wir essen heute mehr und regelmäßiger als jemals zuvor in unserer Evolution.

Insbesondere essen wir mehr Fleisch und Zucker und verfügen höchstwahrscheinlich oft als direkte Folge davon über einen deutlich höheren Insulin-Spiegel in unseren Körpern. Das ist eine der zentralen Ursachen dafür, dass junge Mädchen heutzutage ihre sexuelle Reife und ihre erste Regelblutung immer früher erreichen.

Als Biologin möchte ich es so beschreiben: Unsere Gene bekommen die frühe Reife sozusagen mit und rütteln in unseren Körpern an den Gitterstäben, die du für sie darstellst. Hey, rufen sie, kannst du dich jetzt bitte mal fortpflanzen, damit wir rauskommen und so etwas tolles wie dich gleich wieder neu schaffen?

Also könntest du bitte mal Sex haben und zwar jetzt gleich?

Das mag jetzt ziemlich egoistisch klingen, aber so sind unsere Gene nun mal: Für sie sind unsere weiteren Lebenspläne gleichgültig, solange uns nur genug Zeit bleibt, diesen neuen Baby-Menschen zu nähren und zu beschützen, bis er oder sie wiederum seine sexuelle Reifung erlebt und sich weiter fortpflanzen kann…Alles andere – unsere tolle Karriere, unsere Träume und selbst unser unvermeidliches Ende ist den Genen ziemlich egal.

Soweit Biologie, Evolution und frühreife Teenager. Das Problem ist nur, dass an dieser Stelle Fruchtbarkeit bei Frau und Kultur unterschiedliche Richtungen eingeschlagen haben. Unsere Körper wollen und können immer früher, wir selbst aber wollen immer später Kinder bekommen.

Dafür gibt es gute Gründe – Bildungschancen, berufliche Ziele, Einkommensverteilungen, etc. etc. Unsere Körper senden dagegen ganz andere Signale.

Leider wird oft die erste Menstruation bei einem jungen Mädchen heute nur noch als Startschuss für die Pille gesehen. Es überrascht mich darum gar nicht, dass viele meiner Freundinnen es heute bedauern, so viele Jahre lang die Pille genommen zu haben und dabei alles über Empfängnisverhütung gelernt zu haben und so wenig über die Frage, wie man überhaupt schwanger wird.

Vor allem, wenn man es sich jetzt so sehr wünscht und es auch nach jahrelangen Versuchen immer noch nicht geklappt hat.

 

Das hilft beim schwanger werden:

Pränatale Vitamine

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Ergänzende Vitamine und Mineralstoffe (Vitamin D, Omega-3, Coenzym Q10, Vitamin B):

   Vitamin D3 Köhler 2000 Ie Kapseln 120 stk                tetes.Omega-3 Lachsöl 1000 Kap 80St                Doctors Best Ubiquinol CoQ10 , 60 Softgels, 100 Mg            Abtei Vitamin B Komplex Forte, 50 Dragees

Zum Immunsystem stärken:

Orthomol Immun Trinkflaschen, 30 Stück

Frauen und Männer mit Kinderwunsch profitieren am meisten von der mediterranen Küche:

Mediterran genießen: Verwöhnrezepte rund ums Mittelmeer                    Sehr gut mediterran kochen

 

Referenzen:

  1. Hewlett BS, Hewlett BL (2010). Sex and searching for children among Aka foragers and Ngandu farmers of Central Africa. African Study Monographs, 31(3): 107-125.
  2. Wallace WHB, Kelsey TW (2010). Human Ovarian Reserve from Conception to the Menopause. PLoS ONE 5(1):e8772.doi:10.1371/journal.pone.0008.