///Hilfe, FSH zu hoch! Kann man den FSH-Wert verbessern?

Hilfe, FSH zu hoch! Kann man den FSH-Wert verbessern?

fsh wert erhöhen

Image credit: jscreations at FreeDigitalPhotos.net

Kann man den FSH-Wert senken?

Des Öfteren werde ich gefragt (so können Sie mich finden, falls Sie mich mal brauchen), wie man FSH verbessern kann, wenn dessen Wert zu hoch ist.

Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich zuerst eine kurze Zusammenfassung über das follikelstimulierende Hormon geben:

FSH wird von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet und ist bei der Frau für die Eizellreifung verantwortlich (und beim Mann regt es unter Mitwirkung vom luteinisierenden Hormon (LH) die Bildung der Spermien an).

Bei Frauen wird FSH vorrangig in der ersten Hälfte des Zyklus produziert. Dadurch wachsen zahlreiche Eier heran, die Östrogen herstellen. Sobald eine bestimmte Konzentration an Östrogen im Blut erreicht wird, bildet die Hirnanhangdrüse wieder weniger FSH. Auf diese Weise bekommt dann nur noch ein Ei ausreichend FSH und kann sich weiter entwickeln, während die anderen Eier abgebaut werden.

Ist der FSH-Wert verringert, weist dies auf eine Unterfunktion der Hirnanhangdrüse hin. Das ist aber selten. Was aber dagegen bei Frauen über 35 oft vorkommt, ist ein höher FSH-Wert. Das ist nicht lustig, da der FSH für die Eizellreifung verantwortlich ist.

Und was bedeutet nun ein zu hoher FSH-Wert?

Ein höher FSH-Wert weist darauf hin, dass immer weniger gute Eizellen produziert werden, also bereits eine Reduzierung in der Eierstockreserve stattfindet.

In den Jahren vor der Menopause schwankt der FSH-Wert, bis er sich schließlich auf einem höheren Niveau einpegelt hat (FSH >25 IE/L).Im Allgemeinen ist bei Frauen ab 40 natürlicherweise dieser Wert physiologisch erhöht.

Leider ist es nicht wirklich möglich, das Altern zu beeinflussen. Aber es gibt die Chance, durch die Änderung des eigenen Lebensstils den Alterungsprozess der Eierstöcke zu verlangsamen. Und diese Möglichkeit sollten Sie nutzen.

Obwohl Sie das Altenwerden nicht stoppen können und der FSH-Wert nicht zurückgestellt werden kann. FSH oszilliert gelegentlich und der Höchstwert gilt immer als Referenzwert, selbst wenn dieser nur einmal gemessen wurde. Glücklicherweise gibt es ein Paar Faktoren (Vitamine, Pflanzliche Präparate) die Ihnen bei Problemen mit hohem FSH helfen können.

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Foto mit freundlicher Genehmigung von renjith krishnan bei FreeDigitalPhotos.net

1. Fettsäuren
Fettsäuren sind wichtig für die Herstellung von Hormonen im Körper. Es gibt Hinweise, daß essentielle Fettsäuren oder ihre Stoffwechselprodukte, die Prostaglandine, die Rezeptoraktivität von Progesteron und Estradiol (unter anderen) modullieren.

Zu den entscheidenden Fettsäuren zählen Omega-3, Omega-6 und Omega-9, wobei es empfehlenswert ist, quantitativ mehr Omega-3 zu sich zu nehmen, da Omega-6 ohnehin in den meisten industriell hergestellten Ölen enthalten ist, wie z.B. Mais-, Raps- und Sojaöl, und mit sehr vielen verarbeiteten Lebensmitteln aufgenommen wird.

Eine gute Quelle für Omega-3 sind Fischöl, Leinöl und ölhaltige Fische wie Lachs, Hering, Makrele und Sardine.

Lebensmittel, die Omega-9 enthalten sind Sonnenblumenöl, Avocados, Nüsse und Körner.

Empfehlenswerte Omega-3 Präparate (mit oder ohne Fischöl):

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2. Grünes GemüseGrünes Gemüse und Meeresalgen versorgen Ihren Körper mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen, die für ein gesundes Hormonsystem erforderlich sind. Dazu zählen:
Grünkohl, Weißkohl, Brokkoli und Spinat. Zu den Meeresalgen gehören Seetang, Wakame, Nori etc. Sie können auch auf Spirulina zurückgreifen, falls Ihnen der Geschmack von Algen nicht so zusagt. Es ist sehr zu empfehlen, mehrmals am Tag diese Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, sei es in Form von Smoothie, Salaten oder gedünstetem Gemüse.

3. MacaMaca, eine gemüseähnliche Wurzel, stammt aus den Anden und ist dort seit Jahrtausenden als Fruchtbarkeits- und Stärkungsmittel bekannt. Es gleicht den Hormonspiegel aus und hat somit eine positive Auswirkung auf die Freisetzung von Hormonen. 2000 – 3000 mg ist die empfohlene Tagesdosis.
4. Ginseng

Ginseng wird in der traditionellen Medizin Ostastien seit bereits über 2000 Jahrenangewendet. Er umfasst ein weites Anwendungsgebiet, u.a. die Unterstützung von Herz-Kreislauf, Magen-Darm etc. und unterstützt die Hirnanhangdrüse und den Hypothalamus, die beide für die Regulierung von FSH essentiell sind. Es ist wichtig, auf die Qualität zu achten, da es mehrere Arten gibt, aber nur einen „echten“, der besonders wirkungsvoll ist. Es ist der Panaxginseng C. A. Meyer („echter koreanischer“ Ginseng). Sie können ihn in Form von Kapseln zu sich nehmen. Empfohlen wird 2 x täglich 2 Kapseln a 500 mg.

 

5. Mönchspfeffer , Keuschlamm(Vitex agnus castus)
Mönchspfeffer reguliert den weiblichen Hormonhaushalt und die Herstellung von FSH und LH (luteinisierendes Hormon). Er wird in zahlreichen verschreibungspflichtigen Medikamenten verwendet, die den Zyklus regulieren sollen. Mönchspfeffer unterstützt auch den Gelbkörper bei der Hormonproduktion in der 2. Hälfte des Zyklus und hilft bei Menstruationsbeschwerden. Mönchspfeffer (in der Apotheke: Vitex oder Agnus castus) gibt ihn in Form von Kapseln, die Einnahme kann sich einige Wochen bis 2-3 Monate hinziehen, bis erste Veränderungen auftreten.
6. Gewicht, Bewegung und Entspannung
Ein gesundes Gewicht ist natürlich sehr förderlich, denn sowohl Unter- als auch Übergewicht können Störfaktoren sein. Ferner sind Bewegung und Entspannung von großer Bedeutung. Um Stress zu verringern können Sie sich entweder sportlich betätigen oder auch eine für Sie passende Entspannungsmethode auswählen wie z.B. Yoga, Qigong, Meditation, autogenes Training. Auch ein ausgedehntes warmes/heißes Bad mit ätherischen Ölen wie z.B. Lavendel, Melisse oder Ylang-Ylang kann Wunder bewirken. Und außer Frage ist ausreichender Schlaf ein weiteres wichtiges Element, um Stress zu reduzieren. Dabei kann ein geregelter Schlafrhythmus sehr hilfreich sein.

 

7. Reflexzonenmassage

Der Fuß wird in verschiedene Reflexzonen eingeteilt, die unterschiedlichen Teilen Deines Körpers zugeordnet sind. Die Fußreflexzonenmassage soll sich durch die Verbindung der einzelnen Areale mit den jeweiligen Organen und Muskeln positiv auf deren Arbeit und Allgemeinzustand auswirken und etwaige Beschwerden innerhalb der betroffenen Körperteile lindern oder beheben.

Laut Reflexzonenmassage ist der große Zeh mit der Hirnanhangdrüse verbunden. Um diese zu stimulieren können Sie täglich den Ballen des großen Zehs massieren.

Haben Sie noch welche Ideen? Würde Ihnen vom Arzt etwas anderes empfohlen? Schreiben Sie mir oder hinterlassen Sie einen Kommentar! 

Darja

 

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2017-10-17T05:53:39+00:00 February 22nd, 2016|Tags: , , |

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