///Eizellspende ODER: Wie Urlaub in Spanien, der Ukraine und Tschechien hilft, schwanger zu werden

Eizellspende ODER: Wie Urlaub in Spanien, der Ukraine und Tschechien hilft, schwanger zu werden

eizellspende spanien tschechien ukraineWenn man über Eizellen und künstliche Befruchtung spricht, denken viele Menschen sofort an skurrile Fälle wie in dieser Geschichte hier. Das entspricht aber nicht der Realität.

Eizellen der Frauen über 35 verschwinden schnell und haben oft eine verminderte Qualität. Das ist der Hauptgrund, warum es in dem Alter mit dem Schwangerwerden oft nicht so schnell klappt und warum Frauen (vor allem wenn Sie schon über 40 sind) manchmal auf eine Eizellspende angewiesen sind.

In der Tat kommen jedes Jahr rund 8000 Europäerinnen, darunter etwa 2000-3000 Deutsche, nach Spanien, um da schwanger zu werden.

Eizellspende in Spanien

Oft sind die Frauen schon Ende 30 bis Mitte 40, haben etliche gescheiterte Versuche künstlicher Befruchtung hinter sich und wollen nun mithilfe gespendeter Eizellen einen letzten Versuch wagen.

Wer zur Eizellspende kommt, kennt sich sicherlich gut aus mit Leid, mit Unfruchtbarkeit, und hat trotzdem noch Mut, doch ein neues Leben in die Welt zu setzen. Keiner, wirklich keiner geht zur Eizellspende aus Spaß, um sich ein Designerbaby zu bestellen, oder sonst irgendwelchen Kapricen zu treiben, wie Leute, die vom unerfülltem Kinderwunsch keine Ahnung haben, oft vermuten.

Manche Frauen kommen zur Eizellspende, weil sie durch eine Erkrankung (etwa bei Krebs) oder deren Behandlung ohne eigenen Eizellen geblieben sind. Bei manchen ist die Menopause viel zu früh eingetreten, was zum Teil genetisch bedingt ist.

Oder es kommen die Eltern (viele sind aus der Schweiz), die bereits ein behindertes Kind haben und hoffen, dass eine Präimplantationsdiagnostik (ein Gen-Check) die Entscheidung für weiteren Nachwuchs erleichtert.

Deutsche Frauen lieben alle Behandlungen rund um die künstliche Befruchtung in Spanien, da Spanien hohe Standards zu moderaten Preisen biete (im Unterschied zu den USA, zum Beispiel).

In Spanien werden fast alle möglichen Techniken der Reproduktionsmedizin durchgeführt. Spanien ist nicht nur führend im Sinne von erzielten Schwangerschaftsraten, ihre Forschung ist auch top, ich habe mich schon unzählige Stunden mit Fachpublikationen von spanischen Autoren befasst.

Laut Angaben des spanischen Fertilitätsverbandes werden 40 Prozent aller Eizellenspenden Europas in Spanien durchgeführt. Vierzig Prozent!

(Einen extra-Post über Eizellspende bei Dexeus in Barcelona und warum ich diese Leute herzlich empfehlen kann finden Sie hier).

eizellspende spanienWeiterhin ist Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Erkennung von schweren genetischen Krankheiten in Spanien erlaubt. PID darf auch zur Erkennung anderer Beeinträchtigungen angewandt werden, die das Leben des Neugeborenen schwer belasten können (und ich finde es immer wieder schön, dass Menschen auch intelligent und pragmatisch neue medizinische Methoden akzeptieren können, ohne gleich hysterisch zu werden und an Designerbabys zu denken).

(Stand 2016: PID ist auch bei uns in Deutschland erlaubt, allerdings nur in Extremfällen).

Geschlechterselektion ohne Krankheitsbezug ist in Spanien in der Tat nicht erlaubt.

Der Auslöser für dieses Gesetz war ein Richterspruch auch dem Jahr 1988, als «Urteil von Mataró» bekannt. Das Gericht verweigerte damals einer Mutter von vier Söhnen das Recht, im Rahmen einer PID als nächstes Kind eine Tochter auswählen zu dürfen. Also mit Fragen zu Designerbabys, die in rudimentärer Form in Deutschland erst jetzt angesprochen werden, hat Spanien sich vor beinah dreißig Jahren auseinandergesetzt.

Noch ein weiterer Punkt für Spanien: die Kliniken bieten Eizellen- und Samenspenden für Frauen selbstverständlich ganz unabhängig von ihrem Familienstand oder ihrer sexuellen Tendenzen. Deshalb reisen auch viele lesbische Paare und Single-Frauen aus Deutschland nach Spanien, um dort schwanger zu werden.

Das ausgerechnet Spanien in Sachen Reproduktionsmedizin so fortgeschritten ist, hat vielleicht auch mit einem Zufall zu tun: bereits 1988 ist, damals unter einer sozialistischen Regierung, ein sehr liberales Gesetz zur Reproduktionsmedizin beschlossen worden. Das hat entscheidende Vorteile geschaffen und zahlreiche Kliniken im Land entstehen lassen, die heute weltweit führend sind.

Mehr Informationen finden Sie z.B. auf den internationalen Seiten der Dexeus Klinik in Barcelona, wo die erste Eizellspende in Europa in 1988 durchgeführt wurde (kein affiliate-Link o.ä.!)

Eizellspende in Tschechien

Auch Tschechien ist eine beliebte Destination für Frauen über 35, die schwanger werden möchten, ob mit eigenen oder spendierten Eizellen.

Viele Kliniken in Tschechien bieten ausländischen Paaren ihre Dienste an. Ich persönlich kenne Frauen aus Kroatien und Serbien, die die Pränatal-Klinik in Prag, mit ihren tollen Ärzten, hohen Schwangerschaftsraten, und gut organisierter Logistik und gutem Drumherum sehr loben (falls jemand aus Pränatal-Klinik meinen Blog liest: Danke euch, dass ihr euch um die Frauen, die in ihren Heimatländern keine gute Kliniken haben, so lieb kümmert!).

Also was die Eizellspende betrifft, ist Tschechien so etwas wie das Spanien des kleinen Mannes.

eizellspende ukraineEizellspende in der Ukraine

Noch günstiger ist die Eizellspende in der Ukraine. Dort kann man sich angeblich die Eizellspenderin gar per Katalog aussuchen. Leider, im Unterschied zu der Situation in Spanien und Tschechien, wo ich Erfahrungen aus erster oder zweiter Hand gemacht habe, über die Lage in der Ukraine kann ich nicht viel sagen. Außer dass ich es persönlich wahrscheinlich nicht wagen würde, weil ich nicht wie Fr. Annegreth R. mit Vierlingen im Bauch enden möchte.

Und wie ist es bei uns Deutschland?

Nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz bleibt die Schwangere nach einer Eizellspende im Ausland straffrei. Also wenn das keine gute Nachricht ist?! Das gilt aber nicht für deutsche Ärzte, die entsprechende Adressen vermitteln oder die Frau vorbehandeln, damit sich der Auslandsaufenthalt verkürzt. Sie alle machen sich strafbar (und selbst wenn ich von keinen rechtlichen Konsequenzen für eine Kinderwunschpraxis bis jetzt gehört habe, den Ton des Gesetzgebers finde ich schon unmöglich).

Aber der Druck auf den Gesetzgeber wird wachsen. Insbesondere, weil die Behandlung bald in Österreich möglich sein wird und damit selbst die Sprachbarriere wegfällt. Ja, Österreich!

Österreich hat jetzt auch ein – international betrachtet– liberales Gesetz: die Eizelle-Spende ist erlaubt, genauso wie die Samenspende für lesbische Paare, und die PID-Untersuchung des Embryos vor dem Einpflanzen.

Bis sich bei uns etwas ändert, werden deutsche Frauen ins Ausland gehen müssen wegen jeder Kinderwunschbehandlung, die über die konventionelle IVF oder ICSI hinausgeht, wie es im Falle der Eizellspende der Fall ist.

Das größte Problem der Auslandsspende bleibt die Anonymität des Verfahrens. Kinder, die in Valencia, Madrid, oder Prag gezeugt werden, haben keine Möglichkeit, später ihre genetische Herkunft zu erfahren. Aus der Forschung weiß man, dass sich Adoptivkinder fast immer für ihre leiblichen Eltern interessieren, also das Gleiche ist für Kinder zu erwarten, die dank einer Samenspende (oder einer Eizelle, was ein viel jüngeres Verfahren ist), entstanden sind.

Deshalb wäre dafür die beste Lösung, eine offene Eizellspende in Deutschland zu erlauben und gleichzeitig endlich mal etwas Richtiges und Zeitgemäßes aus dem Embryonenschutzgesetz zu machen.

 

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2017-10-17T05:53:41+00:00 July 13th, 2015|Tags: , |

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