vitamin d in winter

(In Zusammenarbeit mit PharmaNord)

Der Winter ist noch längst nicht vorbei. Die Tage sind kurz und die Möglichkeiten, Sonne und damit das Vitamin D zu tanken, sind gering.

Glauben Sie auf keinen Fall, Sie wären mit Mikronährstoffen ausreichend versorgt, weil sie sich “gesund” ernähren.

Von unserem Obst und Gemüse, das aus weit entfernten Gewächshäusern kommt, vom Fleisch der Tiere, die oft selbst keine Sonne und kein artgerechtes Futter gesehen haben, kann vieles behauptet werden, aber kein Experte kann wirklich wissen (oder es Ihnen sagen) wie eine balancierte, gesunde Ernährung wirklich aussieht.

Sicher ist, dass in unseren Breitengraden in Deutschland im Winter nicht mal die Vitamin D-reichsten Lebensmittel wie fette Fische, Lebertran, und Avocados (und wie viel essen Sie täglich davon?) ausreichen, um eine gesunde Vitamin D Versorgung zu sichern.

Konsequenzen von Vitamin D Mangel für die Gesundheit der Frauen gibt es viele. Dem füge ich noch hinzu, dass die jüngsten Forschungen aus der Reproduktionsmedizin gezeigt haben, dass das Vitamin D eine unterstützende Wirkung auf die Embryoneneinnistung und damit auf die Schwangerschaftsraten hat (was vermutlich mit der Hemmung von Autoimmunreaktionen zusammenhängt). Also, wenn Sie sich ein Kind wünschen, sollten Sie wirklich keinen Vitamin D Mangel riskieren.

Wieviel Vitamin D brauchen Sie im Winter?

Welche Zeichen deuten daraufhin, dass Sie noch Vitamin D brauchen?

1. Übergewicht. Durch überschüssiges Körperfett werden fettlösliche Vitamine quasi “verdünnt” und das Vitamin D verschwindet im Nirwana Ihres Fettgewebes. Also mit jedem BMI extra-Punkt brauchen Sie mehr Vitamin D (besonders im Winter, wenn die Vitamin D-Reserven vom vergangenen Sommer längst leer sind).

2. Lebensmittelunverträglichkeiten. Frauen, die diverse Darmbeschwerden haben bzw. an Erkrankungen leiden, bei denen entzündliche und autoimmune Prozesse zugrunde liegen (wie Zöliakie, Morbus Crohn usw.) haben mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Vitamin D-Mangel. Der Grund ist ganz einfach – bei diesen Erkrankungen wird die Fettaufnahme im Darm erschwert und damit auch die Aufnahme von Stoffen, die fettlöslich sind wie das Vitamin D.

3. Hautfarbe dunkler als weiß. Warum? Weil die Hautpigmentierung von der Natur aus als Lichtschutz gedacht ist – in der Sonne wird Melatonin schnell rekrutiert,um die Strahlung aufzufangen, aber gleichzeitig wird die Vitamin D Synthese gebremst und bald gestoppt, da sie auf die UV-Komponente der Lichtstrahlung angewiesen ist.

Das Ganze wird durch die Sonnenschutzmittel noch schlimmer – bei einem Lichtschutzfaktor von >20 können Sie die natürliche Vitamin D Produktion fast komplett vergessen. In der Tat ist es so, wenn Sie das ganze Jahr über in Mitteleuropa leben, einer Vollzeit-Beschäftigung nachgehen (d.h. viele Stunden am Tag in geschlossenen Räumen verbringen), sollten Sie bei etwa acht Monaten im Jahr extra Vitamin D zu sich nehmen, um Ihre Gesundheit zu erhalten und zu unterstützen.

Das sage ich nicht nur, weil ich 12 Jahre in der Vitamin D-Grundlagenforschung verbracht habe, sondern weil es viele Experte genauso beschreiben, wie Sie es in diesem Video sehen können.

vitamin D winterDie Lösung besteht darin, ausreichend Zeit in der Sonne zu verbringen, wenn möglich mit ungeschützter Haut, und möglichst viele Körperteile der Sonne auszusetzen, also nicht nur die Arme und das Gesicht. Und denken Sie bitte daran, dass nur die Monate von Mai-August im Sinne der natürlichen Vitamin D-Produktion ausreichen, ansonsten benötigen Sie extra Vitamin D. Gute Präparate (z.B. von PharmaNord) können Sie hier einfach bestellen.

Der optimale Vitamin D Spiegel liegt bei >30ng/ml 25-Dixydroxivitamin D. Es ist einfach, das Vitamin D im Blut zu bestimmen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. (Selbst wenn Sie den Test selber bezahlen müssen, kostet er nicht mehr als 25-30 Euro. Sie können dies als eine gute Investition in die zukünftige Gesundheit Ihres Kindes betrachten).

Wie die letzten Jahre der intensiven Forschung in der Kinderwunschmedizin gezeigt haben, hat das Vitamin D eine viel bedeutendere Rolle für die Fruchtbarkeit als bisher vermutet wurde, sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

vitamin D kinderwunschErstens schwimmen die Spermien besser und werden fitter, wenn genug Vitamin D da ist. Zweitens unterstützt das Vitamin D die Einnistung des Embryos und sorgt dafür, dass Ihr Risiko für eine Frühgeburt und diverse Schwangerschaftskomplikationen sinkt und dass Ihre Muskulatur verbessert wird, die Sie ja für eine natürliche Geburt brauchen. Und in einem der nächsten Artikel reden wir darüber, warum Vitamin D für stillende Mütter wichtig ist und warum Sie Ihr Baby so lang wie möglich stillen sollten.

Bis dahin, haltet euer Vitamin D-Spiegel hoch!

 

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Referenzen:

  • Vitamin D deficiency and infertility: insights from in vitro fertilization cycles. Paffoni A, Ferrari S, Viganò P, Pagliardini L, Papaleo E, Candiani M, Tirelli A, Fedele L, Somigliana E.J. Clin Endocrinol Metab. 2014 Nov;99(11):E2372-6. doi: 10.1210/jc.2014-1802.
  • The effect of serum vitamin D levels on ovarian reserve markers: a prospective cross-sectional study. Drakopoulos P, van de Vijver A, Schutyser V, Milatovic S, Anckaert , Schiettecatte J, Blockeel C, Camus M, Tournaye H, Polyzos NP. Hum Reprod. 2016 Dec 6. [Epub ahead of print]
  • Modulatory effects of vitamin D on peripheral cellular immunity in patients with recurrent miscarriage. Chen X, Yin B, Lian RC, Zhang T, Zhang HZ, Diao LH, Li YY, Huang CY, Liang DS, Zeng Y. Am J Reprod Immunol. 2016 Dec;76(6):432-438. doi: 10.1111/aji.12585.
  • Vitamin D deficiency and pregnancy rates following frozen-thawed embryo transfer: a prospective cohort study. van de Vijver A, Drakopoulos P, Van Landuyt L, Vaiarelli A, Blockeel C, Santos-Ribeiro S, Tournaye H, Polyzos NP. Hum Reprod. 2016 Aug;31(8):1749-54. doi: 10.1093/humrep/dew107.
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  • Males with low serum levels of vitamin D have lower pregnancy rates when ovulation induction and timed intercourse are used as a treatment for infertile couples: results from a pilot study. Tartagni M, Matteo M, Baldini D, Tartagni MV, Alrasheed H, De Salvia MA, Loverro G, Montagnani M. Reprod Biol Endocrinol. 2015 Nov 21;13:127. doi: 10.1186/s12958-015-0126-9.